Wenn anstelle der groben Späne immer feineres Holzmehl beim Sägen ausgeworfen wird,
ist es das beste Zeichen dafür, dass die Kette der Motorsäge stumpf ist.
Man kann die Sägekette für wenige Euro im nächsten Fachmarkt und natürlich auch bei uns schärfen lassen.
Es geht aber auch in eigener Handarbeit.
Sie sollten noch eines beachten: zwei-, dreimal selber die Sägenkette schärfen, dann zur Fachwerkstatt,
damit jeder Zahn wieder die korrekten Werte angeschliffen bekommt.
Schärfen der Sägekette von Hand:
* durch Auslösen der Kettenbremse (Handschutz) die Sägekette blockieren
* Die Feile im richtigen Winkel ansetzen. Bis auf wenige Ausnahmen beträgt der Winkel der Sägeketten Schneidezähne 30°.
* Feile mit einer Vorwärtsbewegung am Zahn der Sägekette entlang ziehen und die Feile Richtung Schneidzahndach drehen
* Dabei ist es wichtig immer von Innen nach Außen den Sägezahn zu feilen.
* Es reichen 2 bis 3 Feilenhübe aus um die Sägekette zu schärfen.
* Kettenbremse (Handschutz) lösen und die Sägekette auf der Führungsschiene weiterziehen,
bis die nächsten "stumpfen" Sägezähne mit der Feile erreichbar sind.
* Nach jedem Hub die Feile leicht drehen, damit diese nicht einseitig abgenutzt wird.
Die richtige Rundfeile zum Schärfen der Sägeketten:
1/4" Sägeketten (1,3mm Treibgliedstärke) -> 3,6 mm bis 4,0 mm Rundfeile
3/8" Sägeketten (1,3mm Treibgliedstärke) -> 4,0 mm Rundfeile
.325" Sägeketten (1,3mm Treibgliedstärke) -> 4,0 mm Rundfeile
3/8" Sägeketten (1,5 und 1,6mm Treibgliedstärke) -> 4,8 mm Rundfeile
.325" Sägeketten (1,5 und 1,6mm Treibgliedstärke) -> 4,8 mm Rundfeile
404" Sägeketten (1,6mm Treibgliedstärke) -> 5,5 mm Rundfeile
Nach dem Schärfen muss der Tiefenbegrenzer-Abstand gemessen und gegebenenfalls mit einer flachen Feile korrigiert werden.
Der Tiefenbegrenzer liegt vor dem Hobelzahn und bestimmt die Stärke der Späne.
Meist liegt der vorgeschriebene Höhenunterschied zwischen Oberkante Hobelzahn und Tiefenbegrenzer so um ca. 0,5 mm.