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Sägeketten

Sägeketten

Sägeketten

Der Aufbau einer Sägekette:

Die Sägekette besteht aus einzelnen Gliedern: Dem Treibglied, dem Verbindungsglied und dem Schneidglied. Die Aufgabe des Treibgliedes, auch Antriebsglied genannt, ist es, die Kraft des Motors auf die Sägekette zu übertragen. Das Verbindungsglied stellt die Verbindung zwischen Treibglied und Schneidglied/Schneidzahn her. Dem Schneidglied/Schneidzahn kommt im Einsatz eine ganz besondere Bedeutung zu – denn es ist für den eigentlichen Sägeprozess zuständig. Es besteht aus dem Zahn an der Oberseite und einem vorangestellten Tiefenbegrenzer/Räumer. Je nach Form des Zahnes unterscheidet man zwischen Halbmeißelkette und Vollmeißelkette. Die Bezeichnungen Halbmeißelzahn und Vollmeißelzahn sind ebenso gebräuchlich.

Welche Arten von Sägeketten sind die meist genutzten? :
Halbmeissel-Sägekette
Die Zahnkante des Halbmeißelzahns ist seitlich abgerundet. Diese Form verleiht dem Zahn eine gewisse Unempfindlichkeit, weshalb er für universelle Einsätze zu empfehlen ist. Der Halbmeißelzahn besticht zudem durch eine gute Standzeit. Auch beim Nachschärfen liegen die Vorteile auf der Hand: Die Halbmeißelkette lässt sich einfacher nachschärfen und verzeiht auch kleine Fehler beim Schärfvorgang.
Allerdings ist die Schnittleistung geringer als beim Vollmeißel. Daher wird die Halbmeißelkette vorzugsweise im semiprofessionellen Einsatz sowie im Privatbereich eingesetzt.
Die geringere Schnittleistung wirkt sich dort kaum aus. Die Halbmeißel-Sägekette hat zudem eine wesentlich geringere Rückschlagneigung als die Vollmeißel-Sägekette, was vor allem für Gelegenheitssäger ein Plus in puncto Sicherheit darstellen dürfte.

Vollmeissel-Sägekette
Der Vollmeißelzahn ist scharfkantig, wodurch er schnittfreudig und aggressiv arbeitet. Seine Schnittleistung liegt über der von Halbmeißelketten. Im Vergleich neigt die Vollmeißelkette eher stark zum Rückschlag.
Die empfindlichere Zahnform wirkt sich negativ auf die Standzeit aus, wobei eine etwas abgestumpfte Kette trotzdem noch eine gute Schnittfreudigkeit aufweist. Ein Kontakt mit dem Boden, Steinen oder sonstigen Fremdkörpern verzeiht diese Kettenart überhaupt nicht. Ein schärfen ist anschließend unumgänglich. Der Schärfvorgang sollte bei der Vollmeißelkette sehr präzise ausgeführt werden, am besten von einer geübten Hand.


Unser Fazit:

Der Unterschied zwischen der Halbmeißelkette und der Vollmeißelkette liegen in ihrer Zahnform. Beide Zahnformen haben ihre Vor- und Nachteile. Welche Sägekette die Richtige ist, hängt vom Anwendungsfall ab.
So verfügt die Halbmeißelkette über eine hohe Schnittleistung, die Rückschlagneigung ist wesentlich geringer und sie ist leichter zu nachzuschärfen.
Durch die unempfindliche Zahnform ist sie universell einsetzbar. Dafür liegt die Schnittleistung hinter der von Vollmeißelketten zurück, was bei privater Anwendung aber kaum eine Rolle spielen dürfte.
Vollmeißelketten sind für den Profi-Einsatz ausgelegt. Sie sind aggressiver im Schnitt und haben eine hervorragende Schnittleistung. Allerdings ist beim Umgang damit höchste Achtsamkeit gefragt.
Dies liegt an der wesentlich höheren Rückschlagneigung aber auch an der unheimlich empfindlichen Zahnform, mit der man versehentliche Kontakte in Steine, Nägel, Moos oder Erde unbedingt vermeiden sollte.
Das Nachschärfen dieser Kettenart sollte von geübten Händen ausgeführt werden.